Freisprechungsfeier der Prälat-Schilcher-Berufsschule

„Der Beruf ist das Rückgrat des Lebens“
Freisprechungsfeier PS-BS
Freisprechungsfeier PS-BS
2. August 2017

Rund 200 Gäste, Lehrer und Absolventen feierten in der Prälat-Schilcher-Berufsschule am 20. Juli die sogenannte ‚Freisprechung‘. An diesem besonderen Tag wurden etwa 70 Auszubildende nach erfolgreich bestandener Abschlussprüfung von den Pflichten der Lehrzeit losgesprochen. Die nun ehemaligen Berufsschüler erhalten neben ihrem Kammerzeugnis (Gesellenbrief) auch ihr Abschlusszeugnis der Berufsschule. Die Zeugnisse sind Beleg für ihre Befähigung, sowohl den erlernten Beruf kompetent ausüben als auch ihr Leben selbstständig bewältigen zu können.

Die Gäste erwartete neben Ansprachen und zahlreichen Glückwünschen, ein buntes Rahmenprogramm, gestaltet von Schülern und Lehrern der Prälat-Schilcher-Berufsschule. „Der Beruf ist das Rückgrat des Lebens.“ Mit diesem Friedrich Nietzsche-Zitat ließ der Schulleiter Erich Miller anklingen, was er den frisch gebackenen Verkäufern, Fachkräften Lagerlogistikern, Fachlageristen Kaufmänner und Kauffrauen im Einzelhandel, Köche, Beiköche und Gärtnern an diesem Abend mit auf den Weg geben will. Mit der Parabel von Fluss- und Kieselsteinen, Sand und Sekt im Glas erinnerte er die Absolventinnen und die Absolventen anschaulich an das, was im Leben wirklich wichtig ist. Es geht um Werte, die tragen und das Fundament eines gelingenden Lebens bilden. Freundschaft, Gesundheit, Familie, die eigene Berufung, das Da-Sein für Andere sind die großen Dinge, die das Leben (er-)füllen und den Menschen auf lange Sicht glücklich machen. Auf diesem Weg wünschte Erich Miller den jungen Erwachsenen weiterhin viel Glück und lud zum gemeinsamen Feiern ein.

Konrad Fath, Gesamtleiter des KJF Berufsbildungs- und Jugendhilfezentrums Sankt Elisabeth, beschrieb den erfolgreichen Abschluss als einen ersten wichtigen Knotenpunkt im Berufsleben der Absolventinnen und Absolventen und ermunterte die ehemaligen Auszubildenden, im Laufe der Zeit, viele weitere entscheidende Kontenpunkte hinzuzufügen und die eigene Entwicklung so mutig zu gestalten.

Jürgen Korschinsky von der IHK Schwaben hob in seinem Grußwort auf die Wichtigkeit und die Bedeutung der frischgebackenen Fachkräfte für die wirtschaftliche Entwicklung in unserem Land ab. An konkreten Beispielen schilderte Korschinsky wie spürbar und real die Auswirkungen des Fachkräftemangels bereits sind. Er zeigte sich erfreut, diesem Trend entgegenwirkend, eine so große Zahl motivierter junger Erwachsener in das Arbeitsleben entlassen zu können.

Im Anschluss an die Gruß-, Glückwunsch- und Dankesworte wurden die Abschlusszertifikate den ehemaligen Schülerinnen und Schülern ausgehändigt sowie Ehrenpreise für herausragende Leistungen verliehen. Neu war in diesem Jahr die Ehrung eines Schülers für dessen besondere Entwicklung. Preisträger ist ein Schüler, der vor fünf Jahren ohne Sprachkenntnis aus Afghanistan in die Berufsschule kam, sich durch Schwierigkeiten nicht entmutigen ließ und seine Ausbildung mit Berufsabschluss und einem festen Arbeitsvertrag nun erfolgreich beenden konnte.